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Vita

Gerhard Vielhaber wurde 1982 in Attendorn geboren.

Zunächst erhielt er Klavierunterricht bei seinem Vater, sodann bei Marina Mitrusic an der Musikschule Attendorn. Parallel bekam er ab 1994 Privatunterricht bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling, bei dem er von 2002 bis 2006 an der Hochschule für Musik Hannover studierte. Nach dem Diplom ging er zum Wintersemester 2006 zu Prof. Jacques Rouvier an die Universität der Künste Berlin.

Gerhard Vielhaber nahm an Meisterkursen bei Prof. Oxana Jablonskaja, Prof. Vitaly Margulis, Prof. Felix Gottlieb und Prof. Anatol Ugorski teil. Er ist Mitglied des BOVIARTrios, mit dem er eine CD mit Werken von Beethoven und Bruch einspielte.

Zahlreiche Auszeichnungen wurden Gerhard Vielhaber zuteil. So erhielt er 2005 als Solist ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs Berlin, nachdem er schon 2002 dessen Stipendium im Fach Kammermusik mit dem BOVIARTrio bekommen hatte. 2005 war er außerdem Finalist beim Internationalen Tomassoni Klavierwettbewerb in Köln. 2003 gewann er den GWK Förderpreis Musik, 2001 den 1. Preis beim Grotrian-Steinweg-Wettbewerb Braun-schweig und den Ferdinand Trimborn-Preis der Stadt Ratingen. Mit dem Kulturpreis des Kreises Olpe wurde er 2002 ausgezeichnet. Den ersten Preis errang er beim Bundes-wettbewerb "Jugend musiziert" 1999 und 1996, 1997 beim Inter-nationalen Rundfunkwettbewerb "Concertino Praga". 1996 wurden ihm der Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben und der Ibach-Preis zugesprochen. Gerhard Vielhaber ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Jürgen Ponto-Stiftung und der GWK.

Als Solist trat Gerhard Vielhaber u.a. mit dem Rundfunksinfonieorchester Warschau, dem WDR Rundfunk-orchester Köln, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und dem Nationalen Jugendorchester Vene-zuela auf. Für den WDR, für Deutschlandradio Berlin, den Bayerischen Rundfunk, den Deutschlandfunk, den ORF und das Tschechische Fernsehen entstanden Rundfunkaufnahmen.


 

 

 


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Gerhard Vielhaber
Klavier

CLCL 103

CÉSAR FRANCK (1822 – 1890)
Prélude, Choral et Fugue
Prélude
Choral
Fugue
04:58
07:09
07:01
VIKTOR KALABIS (*1923)
Akcenty op.26 °
Moderato
Allegro
Andantino
Andante
Agitato. Molto allegro
Adagio
Moderato
Allegro
02:26
00:59
02:32
03:22
01:06
03:40
01:46
01:59

ROBERT SCHUMANN (1810 – 1856)
Fantasie C-Dur op.17

Durchaus phantastisch
Mäßig. Durchaus energisch
Langsam getragen
13:26
08:06
11:29



° First recording / Ersteinspielung


Viktor Kalabis’ "Akzente" op. 26, ein Zyklus von acht kurzen Stücken für Klavier, begleitet mich seit vielen Jahren als Teil meines Konzertrepertoires. Meine erste Bekanntschaft mit dem Werk und, zugegeben, auch mit dem Komponisten machte ich 1997, als mir das vierte (Andante) und achte Stück (Allegro) als Pflichtwerke für den Internationalen Rundfunk Wettbewerb "Concertino Praga" zugeschickt wurden. Ich war damals 14 Jahre alt und hatte bis dahin alles andere als zeitgenössische Musik im Kopf. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es falsch wäre, von "Liebe auf den ersten Blick" zu sprechen; zumal es ja keine Aufnahmen von den Stücken gab und ich somit vor allem beim Allegro große Schwierigkeiten hatte, einen ersten Überblick über das Stück zu bekommen. Außerdem versetzte mich die Metronomangabe in Angst und Schrecken. Es begann eine harte, mühsame Arbeit, die sich für mich aber wirklich gelohnt hat. Von Tag zu Tag faszinierten mich diese beiden Stücke mehr. Aus mir anfangs zusammen-hanglos erschienenen Dissonanzen entwickelten sich die Kompositionen zu dem, was sie sind: Ausdrucksstudien! Rhythmische Energien und klangliche Zaubereien sowie dynamisch stark polarisierte Ausbrüche auf engstem zeitlichen Raum verhalfen mir als damals schüchternem Jugendlichen dazu, emotional auf eine Art und Weise aus mir herauszugehen, die ich vorher von mir selbst nicht gekannt hatte. Immer seltener "flüchtete" ich in die Werke von Mozart, Mendelssohn, oder was ich damals sonst gerade in Arbeit hatte. Die Musik von Viktor Kalabis, den ich im Sommer 1998 persönlich treffen durfte, eröffnete mir eine neue Welt.
Gerhard Vielhaber



  


CD-Kritiken

"Die Musikalität des Pianisten teilt sich unmittelbar mit, und auch ohne ihn beim Spielen sehen zu können, wird äußerste Zurückhaltung bei der Vermischung der musikeigenen Ausdruckswerte mit interpretatori-scher Selbstinszenierung spürbar. Hier hört man ein künstlerisches Bekenntnis von beeindruckender Natürlichkeit, bei dem Kategorien wie Fingerfertigkeit und technisches Vermögen nicht zur Diskussion stehen."   
Wendelin Bitzan
klassik.com, 14.02.2008
     

"Vielhaber überzeugt mich mit seiner noblen, umsichtig aus den Zonen des Diskreten heraus gesteigerten Franck-Belebung. Und er weiß auch Neues, Ungehörtes wie die acht kleinformatigen Akzente des 1923 geborenen Viktor Kalabis’ so plastisch auszuformen, dass man schon bei der ersten lauschenden Fühlungnahme über die formalen und technischen Nuancen hinaus einen Eindruck vom Spannungs- und Mitteilungsgehalt des gesamten Zyklus’ gewinnt."
Peter Cossé
www.klassik-heute.de           


"Als Jugendlichen hatten ihn die acht Miniaturen des tschechischen Kom-ponisten Viktor Kalabis in „Angst und Schrecken versetzt“. Nun spielt Gerhard Vielhaber selbstbewusst den Zyklus von Ausdrucksstudien für Klavier unter dem Titel Akcenty auf seiner Debüt-CD. Damit wagt er sich gleich an eine Ersteinspielung.
Dass er mittlerweile für das einstige Pflichtstück für einen Wettbewerb eine Leidenschaft hegt, wird hörbar. Hier kann er mit allen pianistischen Finessen ausgestattet den individuellen Charakter jedes einzelnen Stückes herausarbeiten."
A. Renczikowski
Piano News 01/08