Viten
Sabine Grofmeier, geboren in Marl, studierte bei Hans-Dietrich
Klaus und Frits Hauser in Detmold, bei Stefan Schilling in Graz und bei
Eduard Brunner in Saarbrücken. Zusätzliche künstlerische
Anregungen erhielt sie von renommierten Solisten wie Sabine Meyer, Wolfgang
Meyer, Ralph Manno, Ulf Rodenhäuser, Kjell Fageus und Thomas Friedli.
Die junge Klarinettistin erhielt den Förderpeis der GWK in Münster,
sie war Stipendiatin der Stiftung Villa Musica des Landes Rheinland-Pfalz,
der Richard-Wagner-Gesellschaft, der Schwetzinger Festspiele und des Deutschen
Akademischen Austausch-dienstes, DAAD.
Als Soloklarinettistin spielte Sabine Grofmeier mit der Jungen Deutschen
Philharmonie, der Philharmonie der Nationen und der Orchesterakademie des
Bayerischen Rundfunks unter Hans Zender, Justus Frantz, Semyon Bychkov und
Dimitri Kitajenko. Sie war langjährige Soloklarinettistin der Klassischen
Philharmonie Bonn und des Kölner Kammerorchesters, darüber hinaus
regelmäßig zu Gast beim Radio Sinfonieorchester Saar-brücken,
dem Ensemble Musikfabrik NRW sowie dem Gürzenich-Orchester Köln
und den Düsseldorfer Philharmonikern.
Als Solistin gastierte Sabine Grofmeier in den namhaftesten Konzertsälen
Deutschlands, u.a. in der Laieszhalle Hamburg und der Glocke in Bremen,
im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin, dem Großen NDR-Sendesaal
Hannover, der Meistersingerhalle Nürnberg, in der Beethovenhalle Bonn,
der Liederhalle Stuttgart und im Münchener Herkulessaal. Konzert-reisen
als Solistin, Kammermusikerin und Dozentin führten sie bisher durch
Deutschland, nach Österreich, in die Schweiz und nach Israel, nach
England, Spanien, Schweden, Frankreich und Australien. Seit 2007 ist Sabine
Grofmeier künstlerische Leiterin des Internationalen Musikfestivals
Capdepera, Mallorca.
Homepage: www.sabinegrofmeier.de
Tra Nguyen wurde in Hanoi, Vietnam, geboren. Mit zehn Jahren
gab sie ihr Solodebut in ihrer Heimatstadt und ist seitdem häufig Gastsolistin
der großen Orchester Vietnams. 1987 ging sie nach Moskau, zunächst
ans Gnessin Musik College, dann ans Moskauer Konservatorium, das sie mit
Auszeichnung abschloss. Sie studierte dort bei Irina Naumova und Lev Naumov.
1997 nahm sie ihr Postgraduiertenstudium bei Christo-pher Elton an der Royal
Academy of Music in London auf.
Tra Nguyen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem 1. Preis
der Amy Brant International Piano Competition und dem Walter MacFarren Prize
der Royal Academy of Music.

1824 x 1368 pix | 770 kb
Foto zum Download
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Sabine Grofmeier
Klarinette
Tra Nguyen
Klavier
CLCL 104
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CARL MARIA VON WEBER
(1786 – 1826)
Grand Duo Concertant für Klarinette
und Klavier Es-Dur op. 48 |
| Allegro con fuoco
Andante con moto
Rondo. Allegro
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06:23
05:32
06:54 |
ILSE FROMM-MICHAELS (1888
– 1986)
Stimmungen eines Fauns
für Klarinette solo op. 11 |
Klage
Schalkslaune
Schwermut |
02:52
01:33
03:32 |
ALBAN BERG (1885 –
1935)
Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 |
I
II
III
IV |
01:43
02:13
01:19
03:53 |
| OLIVIER MESSIAEN (1908 – 1992) |
"Abîme des oiseaux" aus:
Quatuor pour la fin du temps |
07:30 |
| ROBERT SCHUMANN (1810 – 1856)
Fantasiestücke für Klarinette und Klavier
op. 73 |
Zart und mit Ausdruck
Lebhaft, leicht
Rasch und mit Feuer |
03:19
03:03
03:49 |
Ilse Fromm-Michaels’ "Stimmungen eines Fauns"
für Klarinette solo (1921) ist, neben den "Drei Stücken"
Stravinskys, eines der ersten Werke für Klarinette solo überhaupt.
Es bringt die verschiedensten Klangfarben und Charaktere der Klarinette
hervorragend zum Ausdruck. Durch die "Stimmungen eines Fauns"
lernte ich, den einzigartigen Klangcharakter eines jeden Tons heraus-zuarbeiten
und erklingen zu lassen. Wenn ich diese Klangstudie spiele, stelle
ich mir einen launischen, wunderschönen Faun vor, der, mal
klagend, mal voll spielerischem Schalk und täppischem Humor,
dann wieder erfüllt von Traurigkeit und Schwermut, durch die
Lande zieht und zum Schluss im langsamen Pianopianissimo vergeht
– ohne vielleicht sein Glück je gefunden zu haben.
Sabine Grofmeier
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Pressestimmen
Auf ihrer aktuellen CD begibt sich die junge Klarinettistin
Sabine Grofmeier gemeinsam mit ihrer vietname-sischen Klavierpartnerin
Tra Nguyen auf Entdeckungsreise durch die reiche Literatur für diese
Besetzung. Hier findet sich das Grand Duo Concertant für Klavier
Es-Dur op. 48 in warmem, sinnlichem Ton, ebenso wie Robert Schumanns populäre
Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 73, die von den
beiden Musikerinnen behutsam und voll schmeichelnder Farbigkeit umgesetzt
werden. Dazwischen verstecken sich Alban Bergs Vier Stücke für
Klarinette und Klavier op. 5. Vorsichtig umspielen sich die beiden Instrumentalisten
zu Beginn des ersten Teils, um schnell aus Misstrauen entwickelte, unverhohlene
Angriffslust sprechen zu lassen, die sich in kurzen exzentrischen Ausbrüchen
Bahn bricht. Im zweiten Abschnitt setzt Tra Nguyen hintergründige,
weiche Akzente, lässt ihre wenigen Töne im dritten Stück
sanft perlen, um am Ende des Werkes mit Kraft aufzutrumpfen. Sie führt
in diesen Aufnahme den Beweis, dass Begleitung mehr ist als bloßer
Beistand. Im Gegenteil: Durch ihren Beitrag gewinnt die Kontur der Musik
an Schärfe.
Daniel Honsack
Pianist, 4/08
Richtet man sein Ohr und Auge auf den Medienhimmel, so scheint es neben
Sabine Meyer und Sharon Kam als leuchtende Sterne der Größenordnung
1 im Moment keine weiteren Klarinettendamen vergleich-barer Helligkeit
zu geben. Daß dem nicht so ist, beweist jetzt eine von der Solistin
Sabine Grofmeier vorgelegte Produktion. [...]
Gegenwärtig agiert sie als künstlerische Leiterin des Inter-nationalen
Musikfestivals Capdepera auf Mallorca, kann aber so gut wie alle prominenten
Repräsentanten ihres Instrumentes als Ausbilder und Schrittmacher
vorweisen (auch die allenthalben gefeierte „andere“ Sabine!).
Vergleichbares gilt für die Aufzählung von erfolgreicher Teil-nahme
an hochkarätigen Wett-bewerben, ihre Orchesterpraxis, Konzertengagements,
die inter-kontinentalen Gastauftritte und Zusammenarbeit mit führenden
Dirigenten. Und dennoch: trotz ihrer sympathischen Erscheinungsform kein
Wort von ihr und über sie in den Medien?
Nun also kommt ihr Dennoch! zum Zuge, gemeinsam mit der nicht minder begabten,
aus Vietnam stammenden Pianistin Tra Nguyen. Vom ersten Takt an schlagen
beide Musikerinnen voll zu: Webers Grand Duo Concertant zum Aufheizen.
Perfekt! Dann als Katalogpremiere die Stimmungen eines Fauns Opus 11 von
der viel zu wenig beachteten Ilse Fromm-Michaels (1888-1986). Als unbegleiteter
Bläserbeitrag, Messiaens symbolträchtigem Abgrund der Vögel
nahezu eben-bürtig, glücken der Interpretin diese Bewährungsstücke
für Feingefühl und Ausdrucksfülle außerordentlich
gut. Alban Bergs häufiger zu hörende Aphorismen op. 5 für
Klarinette und Klavier, abschließend Schumanns nicht minder häufig
aufgeführte Fantasiestücke op. 73 sind da 'nur' noch allfällige
Bestätigungen eines Multitalents, das sich mit dem vorliegenden Ergebnis
vielleicht eine erhöhte Medienpräsenz sichern kann.
Gerhard Pätzig
Klassik heute, 24.10.2007
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