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Viten
Koryun Asatryan wurde 1985 in Jerewan, Armenien, geboren und erhielt
ersten Saxofonunterricht bei Alexander Manukyan. 2002 kam er nach Deutschland
und studierte zunächst an der Musikhochschule Detmold, Abt. Dortmund
bei Daniel Gauthier. 2003 ging er mit seinem Lehrer an die Musikhochschule
Köln, wo er 2007 sein Diplom machte und sich derzeit auf das Konzertexamen
vorbereitet.
Koryun Asatryan gewann zahlreiche Preise, u.a. den 2. Preis bei der EUROVISION
Competition for Young Musicians in Luzern, den 2. Preis beim Int. Musikwettbewerb
Pacem in Terris in Bayreuth, den 1. Preis beim Int. Gustav Bumcke Wettbewerb
und den 1. Preis sowie den Preis für die beste Interpretation des
zeitgenössischen Stückes beim Int. Aeolus Bläserwettbewerb
in Düsseldorf. Koryun Asatryan erhielt ferner einen Sonderpreis von
der Deutschen Stiftung Musikleben sowie Stipendien von der Vladimir-Spivakov-Stiftung,
der Werner Richard-Dr. Carl Dörken-Stiftung und von der Konrad-Adenauer-Stiftung.
2008 gewann er in Münster einen der beiden Preise beim 1. Internationalen
Holzbläserwettbewerb hülsta woodwinds der GWK und hülsta
in Münster, Westfalen, außerdem bekam er den Musikpreis des
Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD).
Koryun Asatryan gibt weltweit Konzerte und ist zu Gast bei renommierten
Festivals, etwa beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Rheingau Musikfestival
oder beim Lucerne Festival. Seit 2005 ist er Mitglied des Alliage Quintetts,
das den Echo-Klassik 2005 erhielt.
www.koryun-asatryan.com
Enrique Ugarte (°1957, Spanien) spielte bereits mit vier Jahren
Akkordeon, mit sechs Jahren komponierte er sein erstes Lied, mit 7 Jahren
gab er sein erstes öffentliches Konzert vor 1.500 Zuhörern.
Er studierte Akkordeon, Oboe und Komposition am Conservatorio Superior
de Música von San Sebastián und ging für ein weiteres
Kompositionsstudium an die Musikhochschule München. Dirigieren lernte
er bei Sergiu Celibidache.
Enrique Ugarte, der als junger Musiker mit zahlreichen inter-nationalen
Preisen ausgezeichnet wurde, konzertiert heute in den großen Konzertsälen
Europas. Mit Chick Corea spielt er in England und Spanien, mit Giora Feidman
in Deutschland, Luxemburg und Israel. Zahlreiche Fernseh- und CD-Produktionen
dokumentieren sein vielfältiges Schaffen als Akkordeonist, Komponist
und Dirigent.
www.enriqueugarte.com

3648 x 2736 pix | 1.003 kb
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VIDEO |
| "Fortezza"
Koryun Asatryan
Saxofon
Enrique Ugarte
Akkordeon
CLCL 110 |
| Darius Milhaud (1892 – 1974)
"Brasileira" from "Scaramouche” ° |
02:38 |
Astor Piazzolla (1921 – 1992)
Otoño Porteño ° |
06:40 |
| Christian Lauba (*1952)
Jungle
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03:04 |
| Astor Piazzolla
Contrabajeando ° |
03:08 |
Aram Chatschaturyan (1903–1978)
Gajane (Säbeltanz / Sabre Dance) ° |
02:20 |
Ryo Noda (*1948)
Maï |
07:26 |
Vittorio Monti (1868 – 1922)
Csardas ° |
05:28 |
Fuminori Tanada (*1961)
Mysterious Morning III |
06:16 |
Julián Plaza (1928 – 2003)
Nocturna ° |
02:34 |
Astor Piazzolla
Adiós Nonino ° |
05:48 |
Julián Plaza
Payadora ° |
02:38 |
Grigoras Dinicu (1889 – 1949)
Hora Staccato ° |
01:50 |
Astor Piazzolla
La Fortezza dei grandi perche ° |
04:21 |
| total 55:02 |
| ° Accordion arranged by Enrique Ugarte |
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CD-Kritiken
Das Saxofon wird in Klassik-Kreisen oftmals mit einer gewissen Skepsis
betrachtet. Ungeachtet großer "klassischer" Saxofonisten
wie Sigurd Rascher, Jean-Marie Londeix oder John-Edward Kelly wird das
Instrument gerne einseitig mit dem Jazz assoziiert und nicht als vollwertiges
Mitglied der Holzbläserfamilie angesehen.
Mit der vorliegenden CD tritt der junge armenische Saxofonist Koryun Asatryan,
Preisträger des 1. hülsta woodwind Wettbewerbs in Münster,
den Gegenbeweis an. Das Programm bietet eine geschickte Mischung aus zeitgenössischen
Originalkompositi- onen und Arrangements folklore-inspirierter Werke aus
dem klassischen Repertoire, wobei Asatryans Ton so rund und geschmeidig,
sein Spiel so seriös ist, dass der Gedanke an "U-Musik"
(wenn man schon in derartigen Kategorien denken will) gar nicht erst aufkommen
kann. Vor allem die neueren Solostücke – Jungle des in Bordeaux
lebenden Christian Lauba, Mai nach einer alten Samurai-Legende von dem
Japaner Ryo Noda und Mysterious Morning III seines Landsmannes Fuminori
Tanada – demonstrieren die verschiedenen Spieltechniken und die
unter-schiedlichen klanglichen Möglich-keiten des Saxofons, die vom
ätherischen Säuseln bis zu nebelhornartigem Tuten reichen und
dabei hummelflugartige Geläufigkeit, Glissandi und seltsame Zungeneffekte
einbeziehen. Insge-samt überwiegen jedoch die kantablen Töne,
die Asatryan in berückender Weise seinem Instrument zu entlocken
versteht. Piazzollas Adios Nonino wird da zu einer großen lyrischen
Gesangsszene ganz ohne aggressive Untertöne, und der berühmte
Csardas von Monti verbreitet Nostalgie pur.
Die Arrangements stammen aus der Feder des renommierten baskischen Akkordeonisten
Enrique Ugarte. Saxofon und Akkordeon bilden dabei ein außerordentlich
homogenes Gespann – auf die Dauer fast zu homogen, so dass man sich
bei Stücken wie Milhauds Scaramouche und Khatchaturians Säbeltanz
mehr kontrastierende Klangfarben und perkussive Elemente wünscht.
Auch bei Piazzolla (Otono Porteno und Contrabajeando) mag man ein wenig
den trockeneren Klang und die direktere Ansprache des Bandonéons
vermissen. Doch angesichts des perfekten Zusammenspiels in einer Transkription
von Hora Staccato des rumänischen Violin-Virtuosen Dinicu bleibt
einem glatt der Mund offen stehen, und wenn das Duo sich nach 55 Minuten
mit La Fortezza di grandi perche, einem wenig bekannten, wunderbar melancholischen
Titel von Piazzolla verabschiedet, möchte man gerne noch länger
zuhören...
Sixtus König (24.02.2009)
www.classik-heute.de
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