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Viten

2007 haben sich die Studenten der Klassen von Dale Kavanagh und Thomas Kirchhoff an der Musik-hochschule Detmold zum Quartett zusammengeschlossen. Das Ensemble wird von Thomas Kirchhoff betreut, beim renommierten Internationalen Gitarrensymposium in Iserlohn erhielt es Unterricht von Mitgliedern des L.A. Guitar Quartet (www.guitarrensymposium.com).

Juan Carlos Arancibia (*1983 Lima/Peru) studierte seit 2001 am Konservatorium in Lima bei Oscar Zamora. Während des Studiums besuchte er Meisterkurse bei renommierten Gitarristen wie David Russell, Pepe Romero, Hubert Käppel und Dale Kavanagh. 2004 spielte er als Solist mit dem National Orchestra Lima, kammer- musikalische Erfahrung sammelte er mit dem Aranjuez-Gitarrenquartett und in dem Ensemble für Alte Musik seines Konservatoriums. 2005 gewann er beim Gitarrenfestival in Arequipa den 1. Preis, 2008 den Förderpreis der GWK, Münster. Seit 2006 studiert er im künstlerischen Studium bei Thomas Kirchhoff in Detmold.

Cem Celiksirt (*1987 Samsun / Türkei) nahm ersten Gitarrenunterricht bei Kadir Yilmaz und Utku Özkanoglu, danach war er Jungstudent an der Yildiz Technischen Hochschule in Istanbul bei Muzaffer Corlu. Während dieser Zeit besuchte er Meisterkurse bei bedeutenden Gitarristen wie Costas Cotsiolis, Aniello Desiderio, Goran Krivokapic und Mehmet Özkanoglu. Cem Celiksirt, der derzeit bei Dale Kavanagh an der Hochschule für Musik Detmold studiert, hat erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben teilgenommen.

Ozan Coskun (*1988 Nürnberg / Deutschland) erhielt seinen ersten Gitarrenunterricht bei Sanel Sabitovic und Carlo Domeniconi. Die Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg schloss er 2007 ab, seitdem studiert er an der Hochschule für Musik Detmold bei Dale Kavanagh. Meisterkurse bei (internationalen Gitarristen) wie Gerhard Reichenbach, Bruce Holzman und dem Duo Melis (Alexis Muzurakis und Susana Prieto) u.a. vervollständigen sein Studium.

Shawn Pickup (*1980 Halifax / Kanada) studierte bei Eugene Cormier an der Acadia University in Wolfville, Nova Scotia, wo er seinen Bachelor of Music mit Bestnote abschloss. Shawn Pickup ist auch Inhaber zahlreicher Stipendien, darunter ein DAAD Stipendium. 2006 gewann er den 1. Preis und den „Grand Award“ der FCMF (Federation of Canadian Music Festivals) beim Canadian National Music Festival, einem nationalen Wettbewerb, der für alle Instrumente offen ist. Er erhielt Meisterkurse bei David Russell, Manuel Barrueco, Alvaro Pierri, Hubert Käppel, Thomas Kirchhoff, Dale Kavanagh u.a. Zur Zeit vervollständigt er seine Studien bei Dale Kavanagh in Detmold.


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Gran Guitarra Quartet

Juan Carlos Arancibia
Cem Celiksirt
Ozan Coskun
Shawn Pickup

"mosaïque"

CLCL 112

GEORGES BIZET (1838 -1875)
arr. William Kanengiser
Carmen Suite

Aragonaise
Habañera
Seguidilla
Torreadors
Entracte
Gypsy dance

02:22
02:19
01:57 02:23
02:44
03:40

MICHAEL PRAETORIUS (1571-1621) )
arr. Jeremy Sparks
Four dances from "Terpsichore"

Courante
La Bourrée
Ballet
Spagnoletta

01:42
02:13
02:15
00:59
FEDERICO MORENO TORROBA (1891-1982)
From "Estampas"
Bailando un Fandango Charro
Amanecer
La Boda
Juegos Infantiles
01:45
01:40
02:31
01:20
CARLO DOMENICONI (*1947)
Oyun
Molto Energico
Lento
Con fuoco
03:49
04:40
02:03
LÉO BROUWER (*1939)
Toccata 02:54
total 43:36

 

 


Die erst nach George Bizets Tod zusammengestellten Carmen Suiten Nr. 1 und Nr. 2 enthalten die populärsten Passagen und Melodien seiner gleichnamigen Oper. Im Original für großes Orchester gesetzt,
gehören die Carmen Suiten zu den wohl meisttranskribierten Werken der spätromantischen Musikliteratur überhaupt. Und so verwundert auch eine Bearbeitung für vier Gitarren nicht, zumal vor allem die rhythmischen Elemente ganz besonders der Spielweise der spanischen Gitarre entsprechen. Die sechs Stücke dieser CD stammen aus beiden Suiten und stellen in den Sätzen "Torreadors" und "Gypsy Dance" höchste Anforderungen an die Virtuosität der Musiker.

In Kontrast zu den feurigen Klängen der Carmen Suite stehen die vier Tänze aus "Terpsichore" von Michael Praetorius. Dieser beliebten, für unterschiedlichste Blas- und Streichinstrumente geschriebenen Sammlung weltlicher Tänze gibt der
Name der griechischen Muse des Tanzes und der Chorlyrik den Titel. Eine Bearbeitung für Gitarrenquartett erinnert daran, dass die Lyra, ein harfenähnliches Saiteninstrument, das Symbolinstrument der Muse Terpsichore ist. Anmutige Eleganz und eine überaus friedvolle Grundstimmung prägen die hier ausgewählten Sätze.

Die "Estampas" komponierte Federico Moreno Torroba original für vier Gitarren. Neben seinen sinfonischen Werken, Opern und Zarzuelas schrieb der in Madrid geborene Komponist, angeregt vor allem durch die Bekanntschaft mit Andrés Segovia, im Laufe seines Lebens ungefähr einhundert Werke für Gitarre. Immer komponierte er dabei aus dem Geiste der spanischen Volksmusik, was auch die
Überschriften seiner „Estampas“ (Bilder) ausdrücken: „Bauern, Fandango tanzend – Tagesanbruch – Hochzeit – Kindliche Spiele“.

Carlo Domeniconis "Oyun" (türkisch für "Spiel") ist eins der erfolgreichsten Werke für Gitarrenquartett. 1999 eigentlich für Gitarrenensemble geschrieben (UA durch das Paderborner Festivalensemble) und später von Domeniconi auch für zwei Gitarren und Orchester bearbeitet, hat es in kurzer Zeit Eingang in das Repertoire
vieler internationaler Gitarrenquartette gefunden. Domeniconi ist einer der bedeutendsten Komponisten für Gitarre unserer Zeit. 16 Konzerte für Gitarre(n) und Orchester, hunderte von Solo-, Duo- und Quartett-Werken für Gitarre und das weltberühmte "Koyunbaba" für Sologitarre stammen aus seiner Feder. Domeniconi, der Italiener ist, viele Jahre in der Türkei verbrachte und heute in Berlin lebt, verbindet in seiner Musik westliche und östliche Musiktraditionen in einer ganz eigenen Klangsprache.

Hochvirtuos, tonlich ungemein kraftvoll und rhythmisch überaus kontrastreich ist die Toccata für vier Gitarren des Kubaners Léo Brouwer. Sie lässt eine Vielfalt von Anschlagsarten in berauschender Weise erklingen. Rasend schnelle Repetitionen, durch alle Stimmen geführt, geben jedem Spieler die Gelegenheit zu glänzen, und in den Echopassagen kommen die unterschiedlichen Klangfarben der Gitarren voll zur Geltung.

Thomas F. Kirchhoff